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Das Akademische Kunstmuseum

 Das Akademische Kunstmuseum, die Antikensammlung der Universität Bonn, ist eines der ältesten Museen Bonns. Es hat seit seinen Anfängen im Jahr 1818 die Aufgabe, griechische und römische Kunst aus dem Mittelmeerraum in Abguss und Original zu sammeln. In ihrer Vielseitigkeit und Systematik ist die Sammlung in Nordrhein-Westfalen unübertroffen.

Das Museum besitzt eine der größten Abguss-Sammlungen Deutschlands mit rund 2.700 Gipsabgüssen von Statuen, Reliefs und Kleinkunst. In der Originalsammlung sind viele tausende antike Werke aus Ton, Stein, Metall, Glas und organischen Materialien zu sehen, die vielfältige Einblicke in die Welt der Antike geben. Neben dem regulären Museumsbetrieb finden Lehrveranstaltungen, Führungen, Zeichenkurse, Sonderausstellungen und Forschungsprojekte statt.

Da das historische Gebäude am Hofgarten aktuell generalsaniert wird, ist das Museum vorübergehend in ein Ausweichquartier in der Römerstraße 164 umgezogen. Dort wird die Originalsammlung in gewohnten Umfang, die Abguss-Sammlung mit einer kleinen, repräsentativen Auswahl präsentiert.

 

The Academic Art Museum, the Collection of Classical Antiquities of the University of Bonn, is one of the oldest museums in Bonn. Since its beginnings in 1818, it has had the task of collecting Greek and Roman art from the Mediterranean region in casts and originals. In terms of its versatility and systematics, the collection is unsurpassed in North Rhine-Westphalia.

The museum has one of the largest cast collections in Germany with around 2700 plaster casts of statues, reliefs and small art. In the original collection, many thousands of ancient works made of clay, stone, metal, glass and organic materials are on display, providing diverse insights into the world of antiquity. In addition to the regular museum operations, lectures, guided tours, drawing courses, special exhibitions and research projects take place.

As the historical building at the Hofgarten is currently undergoing a general renovation, the museum has temporarily moved to alternative premises at Römerstraße 164. There, the original collection is presented in its usual scope, and the cast collection with a small, representative selection.

  

 

Ankündigung 

 

Vom 25.12.2022 bis einschließlich 2.1.2023 ist das Akademische Kunstmuseum aufgrund der Feiertage und Weihnachtsferien geschlossen. Ab dem 3.1.2023 haben wir wieder für Sie geöffnet.

From 25.12.2022 to 2.1.2023 inclusive, the Academic Art Museum will be closed for the holidays and Christmas break. We will be open again from 3.1.2023.

Geschichte des Museums

weitere Informationen finden Sie hier:

Zur Geschichte der Klassischen Archäologie in Bonn

Schon bei den ersten Planungen für die Gründung der Universität in Bonn (ab 1815) war die Einrichtung eines Kunstmuseums vorgesehen worden, das die wichtigsten antiken Skulpturen in Abgüssen präsentieren sollte. Frühere Abgusssammlungen dienten hauptsächlich zur Ausbildung in Kunstakademien, so im 18. Jh. in Düsseldorf. Die Düsseldorfer Bestände bildeten dann den in der deutschen Klassik berühmten Antikensaal in Mannheim. Für die Universitätslehre waren Abgüsse schon von Ch. G. Heyne in Göttingen (ab 1763) benutzt worden, wo die Skulpturen allerdings in der Universitätsbibliothek verstreut aufgestellt waren. Das Bonner Museum, das Akademische Kunstmuseum, war als museale Lehreinrichtung neu und wurde vielfach nachgeahmt. Schon vor der eigentlichen Gründung der Universität wurden die ersten Abgüsse in Paris bestellt.

Zum Leiter wurde 1819 Friedrich Gottlieb Welcker (1784-1868) berufen, der schon 1809-1816 in Gießen als erster in Deutschland neben der Philologie auch die Archäologie offiziell vertreten hatte und über Göttingen nach Bonn kam. Welcker lehrte Archäologie sowohl in den Räumen des Akademischen Kunstmuseums, das bis 1884 im Hauptgebäude der Universität untergebracht war, als auch mit Hilfe von Tafelwerken in der darüber gelegenen Universitätsbibliothek. Schon 1827 konnte ein erster Katalog des Museums erscheinen. Welcker gehörte zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Idealismus. In vielen seiner Werke verband er philologische und archäologische Kenntnisse in einer noch heute wünschenswerten Weise. 1854 trat er von seinen Ämtern zurück.

Sein Nachfolger im Lehramt als Philologe und Archäologe wurde Otto Jahn (1819-1869), der sich die Direktion des Museums bis 1861 mit dem Philologen F. Ritschl teilte. Jahn, der vor seiner Bonner Zeit vor allem durch mythologische Studien und den ersten Vasenkatalog in München hervorgetreten war, schrieb hier Untersuchungen zu römischen Wandmalereien, Militärabzeichen sowie den ersten Aufsatz über "Darstellungen des Handwerks und Handelsverkehrs". Bei ihm ließ die historisch kritische Methode den idealistischen Anspruch schon zurücktreten. Zu seinen philologischen Werken in der Bonner Zeit gehört vor allem die Ausgabe der römischen Satiriker. Er gab aber auch einige Werke von Goethe und einige seiner Briefwechsel heraus. In Bonn entstand die heute noch wichtige Biographie Mozarts. Den Bestand des Museums an Abgüssen konnte er fast verdoppeln und dafür eine Erweiterung der Räumlichkeiten durchsetzen. Auch die Originalsammlung wurde vermehrt.

Reinhard Kekulé (1839-1911) wurde 1870 als erster deutscher Lehrstuhlinhaber allein für Archäologie nach Bonn berufen. Er betrieb vor allem antike Kunstgeschichte, wobei die Plastik im Vordergrund stand. Die schon von Jahn gewünschte Vorlage des antiken Kunstschaffens in Corpora - vergleichbar den Ausgaben antiker Autoren und Inschriften - hat er vor allem durch seine Pläne zur Bearbeitung der antiken Terrakotten gefördert. Das Akademische Kunstmuseum profitierte davon durch zahlreiche Ankäufe auf diesem Gebiet, vor allem aus Unteritalien. Sie bilden heute einen Schwerpunkt der Sammlung. Auch wichtige Vasen konnten erworben werden. Das wichtigste Ergebnis von Kekulés Bonner Amtszeit (er ging 1889 nach Berlin) war die Errichtung eines eigenen Gebäudes für das Akademische Kunstmuseum. Es gelang ihm, den 1823-30 von Waesemann und Schinkel errichteten und 1872 geräumten klassizistischen Bau der Alten Anatomie für das Kunstmuseum zu erhalten. 1884 wurde er durch ein neues Gebäude für die Abgusssammlung erweitert. In sieben Sälen konnte die antike Kunstgeschichte vom Alten Orient bis in die römische Zeit studiert werden, wobei die hohe Klassik den größten Raum und die Rotunde des Schinkelbaus, das ehemalige theatrum anatomicum, erhielt. Diese Anordnung ist in den Grundzügen noch heute erhalten. Bibliothek, Hörsaal und Originalsammlung waren in den Seitenflügeln des Schinkelbaus untergebracht, räumlich also sehr beengt.

 



Kekulés Nachfolger Georg Loeschcke (1852-1915) hatte sich vor allem durch die erste Bearbeitung der mykenischen Keramik hervorgetan. In Bonn sorgte er durch Ankäufe und die Anregung zu Schenkungen dafür, daß die Originalsammlung zu einer der vielseitigsten unter den kleinen Antikenmuseen wurde. Bibliothek, Photosammlung und Hörsaal konnten ab 1908 in einem Institutsbau neben der Abgußsammlung untergebracht werden. Loeschcke hatte eine große Schar von Schülern aus dem In- und Ausland, zu denen wie bei Welcker und Kekulé auch die preussischen Prinzen gehörten, die traditionell in Bonn studierten. 1912 wurde Loeschcke wie sein Vorgänger nach Berlin berufen.

Sein Nachfolger Franz Winter (1861-1930) war bei Kekulé über jüngere attische Vasen promoviert worden und hatte dann bei ihm den Typenkatalog der antiken Terrakotten geschrieben. Zu seinen späteren Werken gehören die Bearbeitung der pergamenischen Skulpturen, des Hildesheimer Silberschatzes und des Alexandermosaiks. In seinen Bonner Jahren (1912-1929) konnte er nur Vorarbeiten zu den pompejanischen Mosaiken und zu einer Geschichte der griechischen Malerei liefern, für die er eine große Zahl von hervorragenden Aquarellen als Tafelvorlagen schuf.

Richard Delbrueck (1875-1957), Schüler von Loeschcke, war 1909 bis 1915 Direktor des römischen Instituts gewesen. Als Professor in Bonn (1928-1940) schrieb er seine heute noch grundlegenden Werke zur spätantiken Kunst (Konsulardiptychen, Porphyrwerke, Kaiserporträts, Münzbilder des 3. Jhs.). 1940 wurde er aus politischen Gründen emeritiert. Das Museum wurde durch Übermalung der Wände dem Zeitgeschmack angepaßt, war aber wegen Ausfall der Heizung nur noch im Sommer zugänglich. Von den Beständen wurden die attischen Vasen erstmals umfassend publiziert.

Ernst Langlotz (1895-1978) hatte an der gültigen Chronologie der archaischen und frühklassischen Kunst, an der Erforschung der Vasenmalerei, der Akropoliskoren und der Landschaftsstile archaischer Zeit entscheidenden Anteil. In Bonn (1944-1966) hatte er mit den Schwierigkeiten der Kriegs- und Nachkriegszeit zu kämpfen, bei denen das Akademische Kunstmuseum einige Verluste erlitt. 1945 gehörte er zu den wenigen Professoren, die große Scharen von Studenten aus allen Fächern anzogen, weil er es verstand, die Antike als Möglichkeit einer Sinngebung zu vermitteln. In Bonn beschäftigte er sich mit Problemen der hochklassischen Kunst, vor allem des Phidias und seiner Schüler, der Rekonstruktion einzelner Werke und vor allem mit der Kunst der Griechen in Sizilien und Unteritalien. Die Originalsammlung wurde um wichtige Einzelstücke bereichert, ebenso die Abgüsse archaischer und klassischer Skulptur. Eine zweite Professur konnte eingerichtet werden, die der Phöniker- und Ibererforscher Erich Kukahn (1910-1987) von 1961-1975 bekleidete. Das Museum erhielt eine hauptamtliche Kustodenstelle.

Nikolaus Himmelmann (1929-2013) war Ordinarius von 1966-1994. Seine vielfältige wissenschaftliche Arbeit galt vor allem grundlegenden Fragen der Interpretation griechischer Kunst, aber auch Problemen späterer Zeit bis in die Gegenwart. Sie kann hier nicht eingehender gewürdigt werden. Zahlreiche Schüler aus dem In- und Ausland bezeugen seine Wirkung. Das Museum wurde durch erneuten Einbau einer Heizung im Winter wieder zugänglich und dem Publikum geöffnet, die Originalsammlung durch neue Vitrinen attraktiver. Zahlreiche Originale aus allen Gattungen und Abgüsse aus vielen Gebieten konnten erworben werden. Die wissenschaftliche Aufarbeitung durch Kataloge, Monographien zur Geschichte des Hauses, ein Verzeichnis der Abgüsse, Einzelpublikationen und durch Führer machte große Fortschritte.
Link zum Schriftenverzeichnis

Hanns Gabelmann (1936-1996) habilitierte sich 1971 in Bonn und war seit 1973 Professor für Klassische Archäologie. Seine wissenschaftlichen Arbeiten in Bonn galten vor allem den Grabbauten und Grabskulpturen der römischen Provinzen und der Ikonographie römischer Grab- und Staatsreliefs.

Abguss-Sammlung

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 Im Jahr 1818 wurde im Zuge der preußischen Wissenschafts- und Kulturpolitik in der neuen Rheinprovinz die Universität in Bonn gegründet und mit einem eigenen Kunstmuseum ausgestattet. Dem Zeitgeist und den Möglichkeiten entsprechend wurden in der Anfangszeit vorrangig Gipsabgüsse gesammelt, 1:1-Kopien von Werken in anderen Sammlungen. Der inhaltliche Schwerpunkt lag auf der Kunst des Klassischen Altertums, besonders der griechischen Antike. Der erste Direktor des Akademischen Kunstmuseum, Friedrich Gottlieb Welcker, 1819 berufen, baute rasch eine hochwertige Sammlung auf. Welcker verfolgte bei der Auswahl der Werke vier Ziele. Erstens sollten die Figuren und Reliefs die Entwicklung der Kunstgeschichte repräsentieren und dabei bedeutende Schlüsselwerke der Bildhauerkunst beinhalten. Zweitens sollten mythologische Themen veranschaulicht werden. Drittens sollte die Abguss-Sammlung die berühmtesten Meisterwerke als ausgezeichnete Beispiele der Kunstfertigkeit zeigen, etwa die Parthenonskulpturen. Viertens sollte das Museum ausdrücklich als Lehrsammlung verstanden werden und daher auch unbedeutende Stücke aufnehmen, um eine möglichst große Breite und Vielfalt widerspiegeln zu können. In der zweihundertjährigen Geschichte der Abguss-Sammlung wurde der Bestand immer wieder erweitert und die Auswahl vielfältiger.


Die Gipsabgüsse im Akademischen Kunstmuseum bieten Student*innen, Forscher*innen und Besucher*innen die Möglichkeit, in Bonn antike Statuen und Reliefs in ihrer Originalgröße, Dreidimensionalität und selbst der genauen Oberflächenbeschaffenheit zu studieren, ohne weite Reisen in die europa- oder gar weltweit verstreut liegenden Museen zu unternehmen. Für ein abschließendes Studium bleibt es dann unumgänglich, auch das Originalwerk aufzusuchen, da auch das Originalmaterial zur Beurteilung beachtet werden muss und manche Details und vor allem Ergänzungen des antiken Bestandes nur am Original zu erkennen sind. Doch für viele Aspekte sind bereits die Gipsabgüsse hilfreich, und vor allem bieten sie viel bessere Erkenntnisse als eine Fotografie – das verbreitete Medium für die Untersuchung von Bildwerken. In der Bonner Sammlung gibt es Reproduktionen von Werken von der prähistorischen Zeit bis in die Spätantike, vorrangig der griechischen, römischen und etruskischen Kultur. Im Museum ausgestellt sind aktuell Statuen und Reliefs von der archaischen Zeit (7. Jahrhundert v. Chr.) bis in die mittlere römische Kaiserzeit (2. Jahrhundert n. Chr.). Das früheste Zeugnis ist ein Abguss der sogenannten Nikandre, eine der ersten großfigurigen menschlichen Figuren der griechischen Kunst. Das späteste Beispiel ist die Vorderseite eines römischen Sarkophags mit einer Darstellung der Sage um die Mondgöttin Selene/Luna und ihren Geliebten Endymion. Anhand der etwa 50 präsentierten Abgüsse und der dazu passenden Beschriftungen werden die Entwicklung der antiken Bildhauerkunst vorgestellt und verschiedene kunst- und kulturhistorische Aspekte erläutert.

 

 

 

 

 (Text: Kornelia Kressirer, Fotos: Jutta Schubert und Gisela Geng)

 

Original-Sammlung

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Im Jahr 1819 wurde die Münzsammlung des Kanonikus Franz Pick (1750–1819) erworben, die einen wichtigen Grundstock für die Sammlung antiker Originale im Akademischen Kunstmuseum bildete. Seit Reinhard Kekulé von Stradonitz, 1870 zum Direktor berufen, und besonders unter Georg Loeschcke, Direktor von 1889 bis 1912, wurden Originalwerke aus dem Mittelmeerraum in größerem Umfang gesammelt. Dabei grenzte man sich inhaltlich bewusst von der Sammlung lokaler Funde im ‚Provinzialmuseum Bonn‘ ab (heute LVR-LandesMuseum Bonn). Die umfangreichen und vielseitigen Bestände des Akademischen Kunstmuseums dienen seit ihren Anfängen in erster Linie der Lehre und Forschung, besonders in den Fächern der Philosophischen Fakultät, vorrangig der Archäologie, der Kunstgeschichte, der Philologie und der alten Geschichte. Doch von Beginn an war es auch ein wichtiges Anliegen, der Bevölkerung das Museum zugänglich zu machen, um jedem Interessiertem das Kennenlernen und die Auseinandersetzung mit der antiken Kunst und Kultur zu ermöglichen.

 



Die heute viele tausende Werke umfassende Originalsammlung beinhaltet wie die Abguss-Sammlung vorrangig Objekte der griechischen, römischen und etruskischen Kultur. Die Zeitspanne reicht vom 3. Jahrtausend v. Chr. (prähistorische Mittelmeerkulturen) bis in das 6./7. Jahrhundert n. Chr. (Spätantike). Die Dauerausstellung ist im Wesentlichen nach Materialgruppen aufgebaut.

Den Beginn macht die Keramiksammlung mit Tongefäßen unterschiedlicher Kunstlandschaften. In der Archäologie ist Keramik eine der wichtigsten Fundgattungen. In der Antike mit hoher Temperatur gebrannt, überdauern diese Werke die Zeit gut. Keramik wurde in vielen Bereichen des antiken Lebens verwendet und findet sich in Siedlungen, Heiligtümern und Gräbern. Durch die Veränderung der Herstellungstechniken, Gefäßformen und Verzierungsarten über die Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg und auf der Basis von Unterschieden und Varianten zwischen den und innerhalb der verschiedenen Kunstlandschaften können Tongefäße und -scherben gut datiert und hinsichtlich ihrer Herkunft bestimmt werden. In Kombination mit der Kenntnis über die Fundorte lassen sich auch Rückschlüsse über antike Handelsbeziehungen gewinnen. Beispielsweise wurden nicht wenige der gut erhaltenen griechischen Tongefäße nicht in Griechenland gefunden, sondern in etruskischen Gräbern in Mittelitalien. Die Etrusker bezogen die kunstvollen griechischen Werke und nutzten sie sogar als Inspiration für das eigene Kunsthandwerk. Ebenso interessant sind die vielen bildlichen Darstellungen, die Auskunft über Alltag, Kult, Götter- und Sagenwelt geben.

 

 


Es folgen im Museum vielfältige, wiederum nach Kunstlandschaften sortierte Terrakottafiguren und Tonreliefs, Fragmente römischer Wandmalereien, eine Auswahl antiker Gläser und in einem eigenen Raum Marmor- und Kalksteinwerke. Darunter finden sich etwa die Porträts der ptolemäischen Königin Arsinoë II. und der römischen Kaiserin Livia sowie Überreste von Grabmalen, Weihgeschenken oder kunstvoller Villenausstattung. Zum Abschluss werden in einem verdunkelten und klimatisierten Raum die Metallobjekte und Werke aus organischen Materialien präsentiert. Wie zu sehen ist, wurde Metall in der Antike für zahlreiche Arten von Gegenständen verwendet, von Werkzeugen und Gefäßen über Waffen und Rüstungen bis hin zu Schmuckgegenständen und Münzen. Die Bonner Münzsammlung, die seit 1819 besteht, wird unter anderem durch Mitwirkung des Fördervereins des Museums gepflegt und bietet ein breites Spektrum an griechischen und römischen Exemplaren. Im Museum ist eine Auswahl ausgestellt. Der gesamte Bestand kann in der online zugänglichen Münzdatenbank erschlossen werden. Damit Werke aus organischen Materialien (Textilien, Holz…) mehrere tausende Jahre überdauern können, sind besondere äußere Bedingungen nötig. Diese finden sich etwa im warmen, trockenen Ägypten, woher nicht nur der ‚Bonner Holzsarkophag‘, sondern auch das berühmte ‚Bonner Mumienporträt‘ stammt. Das Akademische Kunstmuseum bietet den Besucher*innen somit eine große Vielfalt an Kunstwerken und Aspekten. 

 

 



(Text: Kornelia Kressirer, Fotos: Jutta Schubert)

 

 

Virtueller Rundgang durch das Museum

Klicken sie auf das Bild für einen virtuellen Rundgang durch das Museum (Am Hofgarten 21)

 

Akademisches_Kunstmuseum_Bonn_Aussenpanorama_360-up.com.jpg

 

© 360-up.com || Marcus Mitter

EinBlicke aus dem AKM

 

Hier finden Sie die Texte unserer "EinBlicke aus dem AKM"-Reihe zum Herunterladen:

 

Bronzepferdchen | Inv.-Nr. C 74 (KW 15/2020)
Attisch-rotfiguriger Glockenkrater des Polion | Inv.-Nr. 78 (KW 16/2020)
Statuette eines Knaben mit Kinderwägelchen | Inv.-Nr. D 302 (KW 17/2020)
Statuette des ‚Tanzenden Fauns‘ | Inv.-Nr. 59 a (KW 18/2020)
Gemme mit Perseus, Andromeda und dem Ketos | Daktyliothek Reinhardt – Stosch cl. 3, 152 (KW 19/2020)
Sog. Großes Eleusinisches Weihrelief | Inv.-Nr. 710 (KW 20/2020)
Tetradrachme | Inv.-Nr. G.41.21 (KW 21/2020)
Herme des Alkamenes | Inv.-Nr. 1300 (KW 22/2020)
Kampanischer Tauben-Guttus | Inv.-Nr. 1548 (KW 23/2020)
Friesplatten Nord II und III des Parthenon auf der Athener Akropolis| Inv.-Nr. 2030 (KW 24/2020)
Porträtkopf der Livia | Inv.-Nr. B 79 (KW25/2020)
Sarkophag-Applik | Inv.-Nr. D 767 (KW26/2020)
Torsopuppe | Inv.-Nr. D 200 (KW27/2020)
Attisch-schwarzfigurige Amphora | Inv.-Nr. 44 (KW28/2020)
Strigilis | Inv.-Nr. C 162 (KW31/2020)
Gemma Augustea | Inv.-Nr. 2235 a  (KW34/2020)
Attisch-schwarzfiguriges Oon-Fragment | Inv.-Nr. 846 (KW40/2020)
Antoninian (Münze) | Inv.-Nr. R.58.04 (KW11/2021)
Klazomenischer Sarkophag | Inv.-Nr. 2333 (KW19/2022)

 

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