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Akademisches Kunstmuseum

Das Akademische Kunstmuseum, die Antikensammlung der Universität Bonn, ist eines der ältesten Museen Bonns. Es hat seit seinen Anfängen im Jahr 1818 die Aufgabe, griechische und römische Kunst aus den Mittelmeerländern in Abguss und Original zu sammeln. In ihrer Vielseitigkeit und Systematik ist die Sammlung in Nordrhein-Westfalen unübertroffen. Zu erleben ist eine der größten Abguss-Sammlungen Deutschlands mit insgesamt rund 2400 Gipsabgüssen von Statuen, Reliefs und Kleinkunst. In der Originalsammlung sind Tausende antike Werke aus Marmor, Ton, Bronze und Glas zu sehen, die vielfältige Einblicke in die Welt der Antike geben. Weitere Stücke befinden sich in den Magazinen des Museums und werden für Lehrveranstaltungen, Führungen und Sonderausstellungen immer wieder ans Tageslicht gebracht.

 

Das Akademische Kunstmuseum bleibt bis auf weiteres bis zum 19. April geschlossen. 
Alle Sonntagsführungen, Führungen und Vorträge sind mit sofortiger Wirkung abgesagt.


Wir werden versuchen neue Informationen an dieser Stelle schnellstmöglich an Sie weiterzugeben.

Weitere zusätzliche Informationen finden Sie auf den Seiten der Universität Bonn:

Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus

 Lebenszeichen aus dem AKM

 

Die Universität Bonn veröffentlicht in der gegenwärtigen Lage sog. Lebenszeichen, um zu zeigen, dass das Universitätsleben trotzdem nicht stillsteht. Auch das Akademische Kunstmuseum der Universität will nun solche Lebenszeichen von sich geben. Dafür wird wöchentlich auf der Webseite des Museums sowie auf der Facebookseite des Studiengangs Archäologien ein Objekt der Woche präsentiert. So möchte das Museum trotz seiner momentanen Schließung einige Objekte für eine ,Besichtigungʻ verfügbar machen und mit den Besuchern in Kontakt bleiben.

 

 Objekt der Woche KW15 2020 1      Objekt der Woche KW15 2020 2

Bronzepferdchen | Inv.-Nr. C 74 | H 8,6 cm, L 7,3 cm | attisch(?)-spätgeometrisch, letztes Viertel 8. Jh. v. Chr.

 

Das erste Objekt, das in diesem Rahmen vorgestellt wird, ist ein kleiner Hengst aus Bronze. Er ist nicht das einzige Bronzepferdchen in unserer Sammlung, und auch in anderen Museen mit altgriechischer Kunst sind solche kleinen Pferde vertreten. Typische Kennzeichen sind der starke Hals, die kräftigen Beine und der schlanke Rumpf. Bei genauerer Betrachtung fallen beim Bonner Exemplar besondere Details ins Auge: In den jetzt leeren Augenhöhlen waren ursprünglich Augen aus einem anderen Material eingesetzt, möglicherweise aus Stein oder Edelmetall. Ferner wird durch kreuzförmige Kerben am Kopf das Zaumzeug markiert und durch eine ziselierte Wellenlinie am unteren Hals, die von zwei geraden Linien eingerahmt ist, wohl das Geschirr eines Gespannpferdes angedeutet. Einzigartig macht den kleinen Hengst das eingravierte Vogelbild, das an beiden breiten Halsseiten zu sehen ist und möglicherweise die Schnelligkeit des Pferdes symbolisieren soll.

 

Woher genau das Pferdchen stammt, ist nicht sicher zu klären. Manches deutet daraufhin, dass er in einer attischen Werkstatt hergestellt wurde. Typisch sind solche Figürchen für das 8. Jh. v. Chr., ein Jahrhundert, das von Umbrüchen im griechischen Raum geprägt war: Die griechischen Stadtstaaten (Poleis) entstanden, die Kolonisation des Mittelmeerraums durch die Griechen begann, erstmals wurden große Tempel für die Götter gebaut und man begann, die griechische Alphabetschrift zu nutzen, auch um die Epen aufzuzeichnen, die mit dem Namen Homers verbunden werden. Zur Zeit dieser kulturellen Blüte wurde eine Vielzahl figürlicher Statuetten aus Bronze, aber auch aus Ton hergestellt und den Göttern geweiht, wie es bei dem Pferdchen im AKM vermutlich auch der Fall war.

 

Weitere Informationen zum Objekt und seiner Entstehungszeit finden Sie in unserem Ausstellungskatalog:

F. Rumscheid – N. Schröder (Hrsg.), Ferne Zeit. Zeugnisse frühgriechischer Kunst im Akademischen Kunstmuseum Bonn. Ausstellungskatalog Bonn (Bonn 2014).

 

(Text: Hannah Peters, Leiterin der studentischen Museums-AG des AKM; Bildnachweis: Akademisches Kunstmuseum, Foto: Jutta Schubert)

 

 

Öffnungszeiten:

Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 15 bis 17 Uhr

Sonntags von 11 bis 18 Uhr

An Feiertagen geschlossen

   

Klicken sie auf das Bild für einen virtuellen Rundgang durch das Museum.

 

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© 360-up.com || Marcus Mitter

 

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  • Geschichte des Museums

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  • Abguss-Sammlung

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