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Gemmen

Vom 10. September bis 22. Oktober 2006 zeigt das Akademische Kunstmuseum die Sonderausstellung
L'antica maniera - Arbeiten in Edelstein.
Giovanni Calandrelli (1784-1853) und Gerhard Schmidt (geb. 1953)



Giovanni Calandrelli (1784-1853)
ist der letzte Vertreter des klassizistischen Gemmenschnitts in antiker Tradition. Schon in seiner römischen Jugend war er damit beauftragt worden, Übersetzungen antiker Literatur wie Homers Ilias und Odysse (Johann Heinrich Voss) oder auch neuzeitliche Werke zur Antike wie die "Götterlehre oder mythologische Dichtung der Alten" von Karl Philipp Moritz zu illustrieren. Seine Zeichnungen dazu setzte er zum guten Teil auch in Gemmen um, wobei er für sich in Anspruch nahm, auch die verschiedenen Arbeitsweisen antiker Künstler getreu zu imitieren. Sein Hauptwerk waren mehr als 2600 Gemmen und Kameen für den polnischen Prinzen Stanislas Poniatowski, die mit den Signaturen der berühmtesten römischen Gemmenschneider der Antike versehen waren. Sie galten nicht als Fälschungen, sondern sollten den lückenhaften Überlieferungsbestand der Antike ergänzen. Erst nach dem Tod des Prinzen (1833) wurde diese Intention nicht mehr verstanden. Die Sammlung wurde in alle Welt zerstreut. Einen Teil der Gemmen und viele Zeichnungen erwarben die Berliner Museen. Sie werden zusammen mit Abgüssen und Formen und weiteren Arbeiten aus der Zeit um 1800 gezeigt.
Es handelt sich um eine Ausstellung der Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin, im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Zur Ausstellung ist ein Bestandskatalog von G. Platz-Horster erschienen.


Gerhard Schmidt
hat in einem umfangreichen Oeuvre seine meisterhafte Beherrschung des Kameenschnitts unter Beweis gestellt. Bei den drei Exponaten hat er Nachschnitte in originalgetreuen Lagensteinen und in der originalen Technik erstellt. Die Kopien der Gemma Augustea (19x23 cm) und des Grand Camée (31x26,5 cm) sind originalgroß, die der Tazza Farnese etwas kleiner als das Original (Dm 20 cm).
Die Tazza Farnese im Archäologischen Nationalmuseum Neapel ist eine beidseitig geschnittene Schale aus der Zeit um 100 v.Chr., in deren Inneren Götter in Erwartung der segenbringenden Nilflut dargestellt werden. Das übelabwehrende Haupt der Medusa schmückt die Außenseite.
Die Gemma Augustea, zwischen 9 und 12 n.Chr. geschaffen, schildert in poetisch überhöhter Form den Empfang der siegreichen Feldherrn Tiberius und Germanicus durch Augustus, die Stadtgöttin Roma und weitere Götter.
Der Grand Camée im Cabinet des médailles in Paris ist der größte erhaltene antike Sardonyx-Kameo, geschaffen zwischen 23 und 29 n.Chr. Er zeigt in der Mittelzone die drei Söhne des Germanicus vor dem thronenden Kaiser Tiberius und seiner Mutter Livia. Verstorbene Ahnen sind in der Himmelszone um den vergöttlichten Augustus versammelt. Besiegte Barbaren im Bodensegment verweisen auf künftige Ruhmestaten der Germanicussöhne.

Öffnungszeiten:
Sonntag bis Freitag 10 - 13 Uhr, Donnerstag 16 - 18 Uhr
Geschlossen: Samstags und an Feiertagen

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