One
Kontakt
Am Hofgarten 21
53113 Bonn

Telefon:
0228/73-7738 (Kustos)
0228/73-5011 (Sekretariat)
0228/73-5012 (Kasse)
Fax:      
0228/73 72 82

Email:
[Email protection active, please enable JavaScript.]

Öffnungszeiten:
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag 15 - 17 Uhr
Sonntag 11 - 18 Uhr
An Feiertagen geschlossen

Anfahrt
 
Two
Sie sind hier: Startseite Rückblick Hand

Hand

 

Vom 11. November 2001 bis zum 6. Februar 2002 zeigte das Akademische Kunstmuseum die Sonderausstellung:

"Hand und Fuß"
Werner Schaarmann und Ilse Wegmann

Werner Schaarmann: "Von der Anwesenheit des Abwesenden"
Der Gipsabguss ist die ehrlichste Form der Wiedergabe eines antiken Denkmals. Doch nicht nur die Archäologie hat im 19. Jahrhundert den Werkstoff Gips zur Reproduktion von Originalen für sich gefunden; auch die moderne Kunst verarbeitet das einfache Material zu detailgenauen, klaren Werken.
Für den Archäologen ist der Abguss Ersatz für das meist ortsgebundene Original. In Werner Schaarmanns Abgüssen ist der vergänglich in der Zeit stehende Mensch das Original, dessen Spuren erhalten geblieben sind. Auf eben diese Eigenschaft seiner Werke weist der Untertitel "Von der Anwesenheit des Abwesenden" hin.
Ebenso ließe sich der Titel aber auch auf die archäologischen Abgüsse übertragen. In beiden Fällen profitiert diese Surrogatfunktion von dem Umstand, dass der Gips in wunderbarer Weise bis in das kleinste Detail hinein Eigenschaften des abgeformten Gegenstandes festhält. Mit dieser Ausstellung wird über den Werkstoff ein echter Dialog zwischen wissenschaftlicher und künstlerischer Verwendung des Gipses hergestellt, und es ist kein Zufall, dass Werner Schaarmann nun schon zum dritten Mal nach Berlin und Erlangen eine universitäre Abgusssammlung als Ausstellungsort wählt.

Ilse Wegmann: "Auf Ewig"
Nach Ausstellungen u.a. in Paris, Leipzig, Budapest und Québec bietet nun das Akademische Kunstmuseum Bonn einer Ausstellung Raum, in deren Mittelpunkt "Fehlprodukte" aus Gips stehen. Der handwerklichen Perfektion der Abgüsse antiker Skulptur stellt Ilse Wegmann bewusst ihre Werke gegenüber, die einen Blick hinter das Ergebnis auf den Arbeitsprozeß und seine Tücken erlauben. Die Installationen aus dem blütenweißen Material wirken als ein Monument der Verfremdung von Alltagserfahrungen.

So entsteht in einem Haus, das von Schinkel entworfen wurde, ein faszinierendes Zusammenspiel der Ideen Winckelmanns mit moderner Auffassung von Produktion und Vervielfältigung.

Artikelaktionen